FSG Motorfalke in St.Johann, Kitzbühler Horn_Foto: G. Miosga
Der
Flugzeugkonstrukteur Egon Scheibe
(1908-1997) war erfolgreicher Konstrukteur, Hersteller und Unternehmer.
Der SF-25 B "B-Falke" wurde gegenüber der A-Version in grundlegenden Details überarbeitet: neben der veränderten Tragflächenauslegung auch eine grundlegende Überarbeitung des Fahrwerks vorgenommen. So erhielt der B-Falke neben dem zentralen Hauptrad mit Trommelbremse nun kleine Stützräder unter den Tragflächen sowie ein lenkbares Spornrad um die Manövrierfähigkeit am Boden zu verbessern. Der Wechsel zu den VW-basierten Stamo-Motoren brachte die erforderliche Zuverlässigkeit für einen sicheren Dauerbetrieb. Damit wurde die Entwicklung hin zum Touringmotorsegler vollzogen, während der A-Falke eher den Charakter eines eigenstartfähigen Segelflugzeuges hatte. Damit war der Falke auch als kostengünstige Schulmaschine abseits des Segelflugbetriebes interessant geworden. Für die Nachwuchsschulung der britischen Air Cadets wurde der B-Falke in 40 Exemplaren bei Slingsby Aviation als T.61E Venture in Lizenz gefertigt. Ebenso wurden einige B-Falken von der Fa. Sportavia Pützer in Lizenz gebaut.
Der B-Falke war der 1. Motorsegler in unserer Fliegergruppe und wurde 1964 auf Betreiben des 1. Vorsitzenden Arno Brünner beschafft. Der B-Falke diente sehr erfolgreich der Schulung, auch wurde er in den Alpensegelfliegerlagern (St. Johann/Niederöblarn) zur Einweisung in die Besonderheiten des Alpensegelflugs eingesetzt.
Die D-KDVL ging leider 1980 durch einen Motorausfall nach dem Start, zum Glück ohne größeren Personenschaden, zu Bruch.