Weßlinger Kinder zu Gast bei der FSG
Oberpfaffenhofen: Nach einer Regennacht lachte zum Glück bereits morgens die Sonne, das richtige Wetter für den Besuch am Samstag in der Flugsportgruppe im DLR Oberpfaffenhofen e.V. (FSG). 24 junge Gäste aus Weßling besuchten in ihren Sommerferien die Flugsportgruppe. 3 Mitarbeiter der Nachbarschaftshilfe Weßling begleiteten die Schüler im Alter zwischen 8 und 13 Jahren. Die Mitglieder der FSG äußerten sich darüber erfreut: "Wir können mit unseren jungen Besuchern bei Sonnenschein fliegen."
Nach einer kurzen Einführung ins Tagesprogramm durch den 2. FSG-Vorsitzenden Peter Mühlbauer verstand es wieder der langjährige 1. Vorstand des Vereins Dr. Thomas Jank (Fluglehrer und Wissenschaftler im DLR Institut für Physik der Atmosphäre) die jungen Leute - mit seinen sehr anschaulichen Experimenten zur Flugphysik sowie leicht verständlichen Erklärungen, warum ein Flugzeug fliegt - in den Bann zu ziehen und für das Fliegen zu begeistern. Seit der Jugend und mit Beginn seiner Pilotenkarriere begleitet Dr. Jank diese Begeisterung für die Fliegerei, ein Funken davon springt auch diesmal wieder auf die jeden Fluginteressierten über.
Stefan Henrici, Pilot in der FSG, hatte anschließend ein übervolles Cockpit – auf der Erde natürlich. Seine Einweisung “vom Sitz des Piloten“ brachten ihm unzählige Fragen der jungen "Flugschüler" ein. Einmal selbst am Steuerknüppel eines einmotorigen Sportflugzeugs zu sitzen, das war ein echter Spaß. Henrici arbeitet als Entwicklungsingenieur bei BMW: somit der richtige Mann, um der Jugend die Flugtechnik und Wissenschaft gleich am Flieger zu erklären.
Danach führte die Besuchstour aufs Flugfeld. Von den 24 jungen Gästen wählten 22 den Segelflug und nur 2 das teurere einmotorige Sportflugzeug. Während die Segelflieger im Umfeld des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen in den Lüften kreisten und vor allem ihren Heimatort Weßling mit See und Gilching aus der Luft sahen, bot der Motorflug den Fluggästen ein breites Spektrum an Luftbildern im Alpenvorland: Alle Seen unseres Fünfseenlandes wurden bestaunt.
Bereits kurz nach dem Start waren Herrsching mit seiner Bucht und dem kleinen Park unter den Flügeln zu sehen. Vorbei an Andechs nahm der Pilot Kurs auf den Starnberger See. Schlösser, das Buchheim-Museum und die Roseninsel waren aus dem Cockpit gut zu erkennen. Nur die Alpen hielten sich im Dunst und blieben den Blicken unserer Fluggäste etwas fern.
Dies alles wird den jungen Fluggästen ganz bestimmt noch sehr lange in schöner Erinnerung bleiben: die interessante Flugtheorie, die spannende Flugpraxis, das einzigartige 1. Flugerlebnisse in einem Sportflugzeug, unzählige, wunderschöne Luftbilder von ihrer Heimat sowie die Faszination des Fliegens.
Die Homepage der Flugsportgruppe im DLR bietet den jungen Besuchern außerdem viele weitere Kommentar eines 11 jährigen Schülers aus Weßling: „Das war super im Segelflieger!!!" Nach dem Besuch seiner Schule in Oberpfaffenhofen, hat er nun schon einmal "wie Aloisius" das Gymnasium in Gilching gesehen. Ob er Mathematik und Physik nun mit anderen Augen sieht?
Die Segelflüge führten die Flugsportgruppe im DLR Oberpfaffenhofen e.V. (FSG) und der Luftsportclub Dornier e.V. (LSC) gemeinsam durch.
Warum in die Ferne schweifen, unser Heimatland hat so viel Schönes zu bieten.
[Werner O. Hausmann, 2005] 24 junge Flieger beim DLR Einmal im Cockpit einer Sportmaschine zu sitzen, davon träumen viele Kinder. 24 junge Weßlinger zwischen acht und dreizehn Jahren nutzten die Gelegenheit zu dem Erlebnis. Mit der Weßlinger Nachbarschaftshilfe besuchten sie die Flugsportgruppe (FSG) im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Oberpfaffenhofen. Zwei Schüler durften eine Tour mit einem Motorflieger machen und flogen über die Seen des Fünfseenlandes, über Kloster Andechs, Schlösser, das Buchheim- Museum und die Roseninsel. Die übrigen machten einen Ausflug mit dem Segelflieger und betrachteten den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, den Weßlinger See und Gilching aus der Vogelperspektive. Vor der Praxis wurde am Boden noch die Theorie erklärt. Die Schüler durften selbst vor den Kontrollen der Sportmaschine sitzen und Stefan Henrici, Pilot in der FSG, beantwortete ihnen ihre unzähligen Fragen.