Drei Luftsportgruppen schließen sich zusammen

Vereinsgeschichte

Drei Luftsportgruppen schließen sich zusammen

Freundliche Übernahme Oberpfaffenhofen: Zu einer Fusion ist es am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen gekommen. Die traditionellen Flugsportgruppen LSC (Luftsportclub) Dornier und MFG (Motorfluggruppe) Dornier gibt es nicht mehr. Es hat sozusagen eine freundliche Übernahme stattgefunden, sagt Dr. Thomas Jank, Vorsitzender der Flugsportgruppen im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Wir firmieren jetzt alle unter Flugsportgruppe im DLR Oberpfaffenhofen e.V. (FSG im DLR). werde viel weniger geflogen als früher, sagt Thomas Jank. Der Wissenschaftler im Institut Physik der Atmosphäre im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist gleichzeitig auch Vorsitzender der Flugsportgruppe im DLR und zudem Fluglehrer.

Die Verschmelzung mit den so genannten Dornianern sei unter anderem auch durch die diversen Insolvenzen beim Flugzeugbauer notwendig geworden. Die Sportflieger haben bei uns angedockt, weil sie ihre fliegerische Heimat verloren haben, berichtet Jank. Früher seien sie indirekt durch Dornier unter anderem durch kostenlose Hallennutzung unterstützt worden. Jetzt müssten sie dafür extra bezahlen. Dazu kommt laut Dr. Jank, dass das Fliegen insgesamt teurer und seit der EU auch die Anforderungen komplizierter geworden sind. Ökonomisch sinnvoll war deshalb, dass wir zusammen gehen.

Zählte die FSG im DLR früher 250 Mitglieder, ist der Verein jetzt auf 350 Mitglieder angewachsen. Trotz der Expansion soll die Flotte jedoch verkleinert werden. Es wird einfach nicht mehr so viel geflogen, sagt Dr. Jank. Stattdessen werde überlegt, zu den Sparten Segelflug, Motorflug und Fallschirmspringen das Ultraleichtflugzeug dazu zu nehmen. Die Flugsportgruppe im DLR besteht seit 29 Jahren. Ein klein wenig älter ist die Sparte Fallschirmsprung. Sie feiert am Samstag den 30. Geburtstag. Seit drei Jahrzehnten gehört auch Dr. Jank dem DLR in Oberpfaffenhofen an. Wert legt der Wissenschaftler auf die Feststellung, dass die Sportfliegerei mit Rücksicht auf die Anwohner betrieben wird. Wir haben extra einen Plan ausgearbeitet und weisen unsere Piloten ausdrücklich darauf hin, bewohnte Gebiete zu meiden.

[26.07.2006 von Uli Singer und Dr. Thomas Jank]