25 Jahre Fallschirmsport in der FSG

Fallschirmsport Ausbildung Vereinsgeschichte

25 Jahre Fallschirmsport in der FSG

Fallschirmsport oder die Lust freiwillig vom Himmel zu fallen Fallschirmspringer feiern 25-jähriges Jubiläum Die Fallschirmspringer bereiten sich in der Do27 in 1500 Metern Höhe auf den Absprung vor. Oberpfaffenhofen - Es ist schon eine besondere Spezies an Menschen, die sich freiwillig aus 1000 Metern Höhe aus einem sicheren Flugzeug stürzen. Siegfried Prestele, der gemeinsam mit Wolfgang Wagner vor 25 Jahren die DLR-Fallschirmsportgruppe gegründet hatte, kennt den Grund: "Wenn man oben ist, dann sind alle Sorgen weg, dann ist man ganz sich selbst". Beim Jubiläum nutzten viele Mitglieder und Freunde die Gelegenheit bei herrlichem Wetter ein paar Sprünge zu machen. Daneben wurde gefeiert und an alte Zeiten erinnert. Übrigens: Neue Mitglieder sind stets willkommen. Im Herbst führt der Verein - eine Sparte der DLR-Flugsportgruppe - wieder Einweisungssprünge für Anfänger durch.

25 Kilo am Rücken, Tollkühnheit und keine Furcht - was früher einmal für Fallschirmspringer galt, ist heute längst passé. "Wenn man sich an die Regeln hält, dann ist Fallschirmspringen der sicherste Sport, den es gibt", sagt Siegfried Prestele. Gemeinsam mit Wolfgang Wagner hat er vor 25 Jahren die Fallschirmsparte innerhalb der DLR-Flugsportgruppe gegründet. Der Verein nutzt zwar die Infrastruktur des DLR, die Mitglieder müssen aber nicht Werksangehörige sein.

Die heutigen Schirme haben mit den alten Modellen wenig gemein. Lediglich sieben Kilo ist der "Rucksack" schwer, in dem neben dem Hauptschirm auch der Reserveschirm untergebracht ist, der eine elektronische Öffnungsautomatik besitzt. "Das Packen ist leichter als Bettenmachen", erklärt Siegfried Prestele. Unter den 25 Mitgliedern befinden sich auch immer mehr Frauen, die diesen Sport für sich entdeckt haben. Zur Zeit sind es fünf.

Seit elf Jahren springt Karoline Zehentner: "Beim Fallschirmspringen liebe ich das Gefühl mich dreidimensional bewegen zu können und selbst 'Flugzeug' zu sein." Mit Händen und Beinen können die Springer, die teilweise Fallgeschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometer erreichen, steuern. "Ein bisschen Angst gehört schon dazu, sonst wird man leichtsinnig", erklärt Siegfried Prestele, der stolz darauf ist, dass es bei den DLR-Fallschirmspringern noch nie gravierende Unfälle gegeben hat. Jeden Donnerstag treffen sich die Vereinsmitglieder ab 19 Uhr im Vereinsheim auf dem Gelände des DLR. Im Laufe der Jahre sind in dem Verein auch viele Freundschaften entstanden. "Der Zusammenhalt ist sehr gut", erklärt Wolfgang Wagner. Neben Fortbildung und Schulung steht auch die Geselligkeit im Vereinsleben ganz oben. Es werden Ausflüge gemacht und Feste gefeiert. Außerdem nehmen die Springer regelmäßig an Meisterschaften und Rekordversuchen teil. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums waren Fotos aus alten Tagen aufgehängt, und gemeinsam mit Vertretern befreundeter Fallschirmclubs wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Im Herbst gibt es wieder Schulungen für Neueinsteiger.