DLR-Piloten im Lawinenwarndienst

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DLR-Piloten im Lawinenwarndienst

Lawinenwarndienst startet in Oberpfaffenhofen: DLR-Piloten auf Erkundungsflug Genaue Kataster sollen die Sicherheit in der Alpenregion erhöhen Oberpfaffenhofen - Der diesjährige Spätwinter mit seinen starken Schneefällen hat auch die Lawinenwarndienstzentrale, die beim Landesamt für Wasserwirtschaft in München beheimatet ist, in Atem gehalten. Angesichts der großen Schneemengen mussten die Beobachtungsflüge - Start ist immer beim Dornier-Sonderflughafen in Oberpfaffenhofen - verstärkt werden. Die Flugsportgruppe im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt unterstützte mit ihren erfahrenen Piloten und mit einem Flugzeug die Aktion.

Seit die Niederschläge intensiver werden, ist der Lawinenwarndienst daran interessiert, möglichst über ein genaues Lawinen-Kataster zu verfügen. "Wir brauchen ständig Informationen, wo Lawinen abgehen und wo im Bergwald neue Schneiden entstanden sind", sagte ein Sprecher aus dem Landesamt für Wasserwirtschaft, in dem der Warndienst untergebracht ist. Ende März, als die Schneefälle und die Schneemengen ihrer Höhepunkt erreichten, wurden deshalb die bayerischen Alpen abgeflogen. Während dieser Flüge, die rund drei Stunden dauern, werden per Video Aufnahmen und Fotos von Berghängen gemacht, an denen Lawinen abgegangen sind oder die Lawinen gefährdet sind. An Hand dieser Aufzeichnungen soll in Zukunft ein noch genaueres Kataster entstehen, um die Sicherheit in der Alpenregion zu erhöhen.

Mit dem erfahrenen Piloten Eberhard Silbersdorf (Mitte) flogen die zwei Mitarbeiter des Lawinenwarndienstes von Oberpfaffenhofen aus die bayerischen Alpen ab. Die DLR-Flugsportgruppe stellte dafür ihre Dornier 27-Maschine zur Verfügung.

Die Beobachtungsflüge werden von Oberpfaffenhofen unternommen. Dabei fliegen zwei Mitarbeiter der Lawinenzentrale mit. Die Flugsportgruppe des DLR stellt dabei die Piloten und auch ihre Dornier 27-Maschine. Eberhard Silbersdorf war bei den vergangenen Flügen der Pilot. Er gehört zu den erfahrensten Fliegern beim DLR und war bei wissenschaftlichen Einsätzen dabei, die bis in die Antarktis führten. Heute befindet er sich im Ruhestand, stellt aber sein fliegerisches Können weiter dem DLR zur Verfügung.

Auch beim großen Pfingsthochwasser im vergangenen Jahr half die Flugsportgruppe aus, indem sie mit dem Wasserwirtschaftsamt das überschwemmte Gebiet rund um den Ammersee und Weilheim abflog. Von diesen Flügen stammen teilweise auch die spektakulären Aufnahmen der Jahrhundertflut. Auch für Umweltgruppen steht die Maschine bereit.

Für den Lawinenwarndienst gehören die Beobachtungsflüge zu den wichtigsten Informationsquellen, um die Lawinengefahr absehbar zu machen und entsprechende Warnungen herauszugeben. Zwar sind rund 99 Prozent aller gefährdeten Hänge und Areale bekannt, wie ein Mitarbeiter erläuterte, aber gerade dieses eine Prozent, das nicht erfasst ist, birgt die große Gefahr für Skifahrer, Tourengeher und Bergsteiger. In diesem Winter war das Risiko extrem groß.