Segelfluglager in Beilngries

Segelflug Ausbildung Vereinsleben

Segelfluglager in Beilngries

Alle Jahre wieder - Segelfliegerlager der FSG der DLR Oberpfaffenhofen / Beilngries – Das Segelfliegerlager gehört, genauso wie die Flugplatzfeste, zu den jährlichen Höhepunkten und ist für einen Verein unentbehrlich. Sechs Tage am Stück fliegen, zelten, gemeinsam zu kochen und zu essen, bedeutet nicht nur Spaß für die Piloten, sondern besonders für die Flugschüler, ein Weiterkommen in ihrer Ausbildung. Sie haben hier Zeit um sich dem Lehrplan intensiv zu widmen und machen somit große Fortschritte in ihrer Fliegerlaufbahn. Der Tag beginnt bei einem gemeinsamen Frühstück im Vereinszelt. Man unterhält sich über das Wetter, über geplante Flugrouten oder über die Größe der Strecke, die es zu erfliegen gilt. So kommen mehr als 120 Starts und fast 50 Stunden zusammen, wodurch die Flugschüler dabei dem Alleinfliegen näherkommen.

Mit dem Fluglehrer messen sie vor allem aber ihr Geschick mit der Thermik. Auch die Flugschüler, die bereits allein fliegen, haben Gelegenheit Flugstunden zu sammeln. An den ersten beiden Tagen war das Wetter besonders gut, d.h. anspruchsvolle Thermik mit starkem Ostwind, der noch sehr gut genutzt wurde. An diesen Tagen ging es schon sehr früh los, um innerhalb des Tages große Strecken, also Überlandflüge, zu fliegen. Hierbei erleichterte die große Ausklinkhöhe an der Winde bzw. der Start per Flugzeugschlepp, den morgendlichen Einstieg in die Thermik, die zu frühen Stunden erst schwer zu finden ist. Den ganzen Tag in der Luft zu verbringen ist eine ganz besondere Erfahrung und für jeden Piloten das Schönste überhaupt. Der Perspektivenwechsel, die angenehme Ruhe, einfach den Alltag “unten“ zu lassen. Doch auch die schönsten Tage enden und als die Überlandflieger zurückkamen, beginnt das rege Treiben am Flugplatz. Die Flugzeuge werden gewaschen und im Hangar verstaut. Übrig bleibt ein hungriger, müder Haufen von Piloten, die nach Essen verlangen. Bis spät in den Abend werden die Erfahrungen und schönen Erlebnisse des Tages ausgetauscht und der nächste Tag vorbereitet.

Ein Highlight war auch, als der Vorstand, Katrin Witte und Rüdiger Henrici, mit dem Motorflieger zu Besuch kamen, um sich mit den Mitgliedern auszutauschen. Spätestens im Fliegerlager bekommt auch der schüchternste Fluganfänger einen Draht zu allen Vereinskollegen, und kann sich stolz in die Gemeinschaft der Segelflieger aufgenommen fühlen.

[Petra Wallenta]