Sportpiloten trainieren für Luftraum Charlie
Hohe Schule des Fliegens DLR- und Dornier Sportpiloten bald im Luftraum "Charlie" Oberpfaffenhofen - Begeistert zeigten sich am vergangenen Wochenende die Ausbildungsleiter für Motorflug bei den Flugsportgruppen von DLR und Fairchild Dornier, Gerhard Gutheil und Friedrich Schäfer: Fast dreißig Privatpiloten beider Vereine, mehr als ursprünglich erwartet, erschienen zur Weiterbildung im englischen Sprechfunk, kurz AZF, und in den fachlichen Grundlagen des kontrollierten Sichtflugs, CVFR.
Gerhard Gutheil, selbst Tower-Fluglotse am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, erläutert: "Das AZF ist die hohe Schule des englischsprachigen Funksprechverkehrs, es berechtigt zum Einsatz als Besatzungsmitglied bei Flügen nach Instrumentenflugregeln." Und Friedrich Schäfer fügt hinzu: "Die CVFR-Zusatzlizenz befähigt zum Fliegen im sonst nur für Passagier-und Business-Jets reservierten Luftraum 'Charlie', wie z. B. über dem Flughafen München." Diese Form der Weiterqualifizierung wird auch von der Deutschen Flugsicherung gern gesehen - belegt sie doch die steigende Professionalität der Privatpiloten. Das Engagement der Vereinsmitglieder ist dabei hoch: Insgesamt drei volle Wochenenden dauert der Kurs. Nach den darauf folgenden beiden Prüfungen beim Luftamt Südbayern in München schließt sich ab dem Frühling eine zehnstündige Flugausbildung an. Hier werden die Piloten von DLR und Dornier das Gelernte anwenden und Wissen in Können verwandeln. Den Abschluss bildet der amtliche Prüfungsflug.
Bei der CVFR-Berechtigung allein bleibt es aber vielleicht für einige Kursteilnehmer nicht: Schon mancher, der in Oberpfaffenhofen als junger Flugschüler begann, begrüßt sie heute aus dem Cockpit eines Linienjets.