Der erste Fallschirmsprung

Fallschirmsport Vereinsleben

Der erste Fallschirmsprung

Mein erster Fallschirmsprung bei der Flugsportgruppe der DLR – reines Vergnügen Oberpfaffenhofen – Ein Schnupperkurs sollte es werden – und wie ich mir das vorgestellt hatte fühlte ich mich in der Flugsportgruppe der DLR sehr professionell betreut. Angefangen hatte es mit einer gemütlichen Bierstüberl-Kennenlern-Sitzung, bei der ich die „Skydiver“ live erleben durfte. Jeder erzählte von seinen Sprüngen und sehr bald schon habe ich mich entschlossen einfach einen sog. Automatensprung beim Einweisungskurs mitzumachen.

An 3 Theorieabenden werden wir in speziellen Notfallmaßnahmen, das Abspringen, Hängen am Fallschirm und Landen unterrichtet. Wir wiederholen die Abläufe wieder und wieder. Dann geht es an einem sonnigen Tag zum Sprungplatz „Maxhof“, der sich westlich von Starnberg befindet. Am Sprungplatz selber hat uns unser Ausbildungslehrer, Stefan Hinterberger, das Verhalten unter Berücksichtigung der aktuellen Windverhältnisse nochmals erklärt. Anschließend ging es wieder zur DLR. Dort wurde die Montur und der Schirm überprüft und dann beginnt jeder mit dem Gelernten: Fallschirm anbringen, Gurte überprüfen, Höhenmesser checken u. Helm aufsetzen.

An der Maschine proben wir nochmal den Ausstieg, dann schließt sich die Tür der DO-27 und schon ging es mit dem Flugzeug Richtung „Maxhof“ zum Absprung. Zusammen mit anderen „skydivern“ sitzen wir nun für ca. 10 Minuten im Flieger, bevor der Pilot das Startsignal für den „Exit“ gibt. Ein mulmiges Gefühl überkommt einen schon, als man in der Maschine sitzt und mit dem Wissen, dass der erste Sprung kurz vor einem liegt. Die Aufziehleine ist mit dem Flugzeug verbunden und langsam erreichen wir eine Flughöhen von ca. 1200m. Die Tür öffnet sich und ein kalter Wind pfeift mir um die Nase. Beim Verlassen des Flugzeugs streckt sich die Leine und zieht den Fallschirm aus seiner Verpackung. Der Öffnungsvorgang leitet sich somit ein und ich hänge nun sicher an der geöffneten Fallschirmkappe. Nun überwältigt mich das wunderbare Gefühl des Gleitens am Schirm – viel zu schnell ist man nach ca. 5 Minuten wieder am Boden. Aber man weiß nun, was es heißt zu fliegen und der nächste Sprung kommt sicherlich bald.

[Petra Wallenta nach einem Interviewgespräch mit Robert Vogel]